AYEYE!
Ruth Baumgarte im Iwalewahaus

Das Iwalewahaus setzt erstmals ausgewählte Werke seiner international bedeutenden Sammlung in einen direkten Dialog mit dem Œuvre von Ruth Baumgarte.

Werke der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst aus Afrika und seiner Diaspora treffen auf künstlerische Positionen Baumgartes, deren Werk über sieben Jahrzehnte gewachsen ist und wesentlich durch mehr als 40 Reisen auf dem afrikanischen Kontinent geprägt wurde.

Die Ausstellung eröffnet einen kontinentübergreifenden Dialog zwischen afrikanischer Gegenwartskunst, europäischer Moderne und dem vielschichtigen Werk Ruth Baumgartes. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Identität, Erinnerung, kultureller Wahrnehmung und gesellschaftlicher Realität. Zugleich lädt die Ausstellung dazu ein, über eigene Erfahrungen, Ängste und Emotionen, aber auch über Hoffnungen, Visionen und persönliche Perspektiven zu reflektieren.

Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 11. Juni, 17:00 Uhr

Es sprechen:
Prof. Dr. Nina Nestler
Vizepräsidentin für Internationalisierung,
Chancengleichheit und Diversity, der Universität Bayreuth

Sigrid Horsch-Albert, M. A.
Kuratorin | Sammlungskustodin
Iwalewahaus | Universität Bayreuth

Dr. Renée Gadsden Kuratorin,
Kuratorin, Kunsthistorikerin und Autorin, Wien/New York

Ausstellungsdauer: 11. Juni - 18. September 2026

Einladung

Die Ausstellung widmet sich dem über sieben Jahrzehnte gewachsenen Werk der Künstlerin Ruth Baumgarte (1923–2013) und stellt dieses erstmals in einen vielschichtigen Dialog mit moderner und zeitgenössischer Kunst aus Afrika und seiner Diaspora.
Im Zentrum steht dabei nicht allein die Begegnung unterschiedlicher geografischer Perspektiven, sondern ein gemeinsamer Blick auf existenzielle Fragen von Identität, Erinnerung, Gemeinschaft, Spiritualität und gesellschaftlichem Wandel. Baumgartes Werk erscheint in dieser Ausstellung als offene, zutiefst humanistische Bildsprache — geprägt von Empathie, Beobachtung und einer außergewöhnlichen Sensibilität für das Gegenüber.
Von frühen Zeichnungen der Kriegs- und Nachkriegszeit über gesellschaftlich geprägte Werkgruppen bis hin zu den farbintensiven Kompositionen ihres Afrika-Zyklus entfaltet sich eine künstlerische Entwicklung, die von innerer Wachheit und kultureller Offenheit getragen wird.
Den Arbeiten Ruth Baumgartes treten bedeutende Positionen moderner und zeitgenössischer Kunst aus Afrika und seiner Diaspora gegenüber — nicht illustrativ, sondern dialogisch: als eigenständige Stimmen eines lebendigen, transkulturellen Austauschs.