Kunstpreisträger Michael Armitage in Venedig: Malerei als Versprechen des Wandels

Mit der großen Einzelausstellung „Michael Armitage. The Promise of Change“ im Palazzo Grassi in Venedig rückt einer der international profiliertesten Maler der Gegenwart erneut in den Mittelpunkt der globalen Kunstöffentlichkeit. Die von der Pinault Collection präsentierte Schau ist bis zum 10. Januar 2027 zu sehen und versammelt einen umfassenden Werkkomplex aus großformatigen Gemälden und zahlreichen Studien. Damit wird ein künstlerisches Œuvre sichtbar, das seit Jahren zwischen ostafrikanischer Gegenwart, europäischer Kunstgeschichte, Mythos, politischer Chronik und existenzieller Bildpoesie vermittelt.

Michael Armitage wurde 2020 mit dem Kunstpreis der Ruth Baumgarte Stiftung ausgezeichnet. Die Jury würdigte einen Künstler, der in farbintensiven, vielfach großformatigen Ölgemälden Elemente westlich-europäischer Kunstgeschichte mit afrikanischen Bildtraditionen verbindet und daraus eine unverwechselbare malerische Sprache entwickelt. Heute zeigt sich, wie vorausschauend diese Entscheidung war: Armitage gehört inzwischen zu den prägenden Stimmen einer zeitgenössischen Malerei, die ästhetische Kraft und gesellschaftliche Analyse nicht trennt.

Die Ausstellung in Venedig verhandelt zentrale Themen unserer Gegenwart: politische Instabilität, Machtmissbrauch, gesellschaftliche Ausgrenzung, Migration, Erinnerung und Identität. Michael Armitages „The Promise of Change“ ist eine bedeutende Ausstellung im Umfeld der 61. internationalen Kunstausstellung – der Biennale von Venedig.