Leiterin des Kirchner Museum Davos wird neues Beiratsmitglied der Kunststiftung Ruth Baumgarte

Kirchner Museum Davos / Foto: Luzia Schär

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass der Vorstand der Kunststiftung die neue Direktorin des Kirchner Museums in Davos, Katharina Beisiegel, ab sofort in den Beirat der Kunststiftung Ruth Baumgarte berufen hat.

Katharina Beisiegel ist studierte Kunst- und Literaturwissenschaftlerin und war als Deputy Director am Art Centre Basel für diverse internationale Projekte, darunter Ausstellungen zu Claude Monet, Pablo Picasso und Ernst Ludwig Kirchner, verantwortlich.

Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den Anfängen der Moderne. Seit 2018 arbeitet sie auch als freie Kuratorin, wobei sie überwiegend zu Ernst Ludwig Kircher publiziert und Ausstellungen zu seinem Werk kuratiert hat.

Über Ruth Baumgarte sagt sie: „Was mich am meisten interessiert, ist, dass es sich um ein deutsches Frauen- und Künstlerinnenleben handelt, das wir in dieser Form bisher einem breiteren Publikum noch nicht zeigen konnten und damit eine große Lücke im deutschen Kunstdiskurs schließen. Im Werk von Ruth Baumgarte spiegelt sich nicht nur ihr künstlerisches Empfinden, sondern auch das Auf und Ab der deutschen Geschichte seit den 1940er Jahren.“

William Kentridge erhält den 7. Kunstpreis Ruth Baumgarte

Um eine Anmeldung wird gebeten bis zum 14. Oktober 2021
Es gilt die 2G-Regel gemäß der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung

William Kentridge erhält den 7. Kunstpreis Ruth Baumgarte

William Kentridge in Melbourne (2012) © Peter Campbell

Anlässlich des 98. Geburtstages von Ruth Baumgarte, freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Auszeichnung des 7. Kunstpreises Ruth Baumgarte dieses Jahr an den international einflussreichen und weltweit hochgeschätzten Künstler William Kentridge (geboren 1955) vergeben wird; der in Johannesburg, Südafrika, lebt und arbeitet. Er folgt dem Maler Michael Armitage (Nairobi/London). Mit 20.000 EUR zählt der Kunstpreis Ruth Baumgarte zu den hochdotiertesten Ehrungen für Künstler in Deutschland. Die vorherigen Preise gingen an Nan Goldin, Mona Hatoum, Amelie von Wulffen, Kader Attia und Judith Hopf.

„Soziale und politische Fragen sind das große Thema auch der bildenden Kunst der Gegenwart. Nur wenigen Künstlerinnen und Künstlern jedoch gelingt deren künstlerische Bewältigung und Umsetzung in bedeutende Bilder und Bildwelten von hoher Wirkmächtigkeit. Hierzu gehört William Kentridge, dessen Werk uns seit der documenta 13 fasziniert. Die „rasende Zeichnung“ ist Beginn und Grundlage seiner künstlerischen Methode, die uns sogleich an Ernst Ludwig Kirchner erinnerte, mit dessen Werk wir uns ein Leben lang beschäftigt haben. Die Ergebnisse sind von durchaus gleichwertiger Intensität.“, begründen die Mitglieder der Preisjury Ingeborg Henze-Ketterer und Dr. Wolfgang Henze (Galerie Henze & Ketterer, Bern und Nachlassverwaltung Ernst Ludwig Kirchner) die Entscheidung des Stiftungsbeirates aus ihrer Sicht.

William Kentridge zählt zu den angesehensten Künstlern der Gegenwart, der als Zeichner, Schöpfer von Animationsfilmen, Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner sowie als Autor für Film und Bühne arbeitet. Er studierte 1976-78 an der Art Foundation in Johannesburg und in den 1980er Jahren an der Theaterschule École Jacques Lecoq in Paris. In seinen seit den 1980er Jahren entstandenen Stop-Motion Animationsfilmen, reflektiert er die Geschichte und die sozialen Umstände Südafrikas. Seine zeichnerischen Erzählungen verbinden seine eigene Autobiografie mit fiktiven Figuren. Ab den 1990er Jahren widmete sich Kentridge verstärkt Theater- und Opernprojekten, für die er Bühnenbilder, Kostüme und Animationen entwarf und auch Regie führte. Er stellte in den weltweit führenden Museen aus und ist in bedeutenden Sammlungen vertreten. Aktuell wird bis zum 1. August eine umfangreiche Werkschau in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert.

Der Termin für die feierliche Verleihung des Kunstpreises wird in Kürze mitgeteilt.

Bielefeld ehrt Ruth Baumgarte mit dem Namen einer Stadtbahn

Die Bahn "Ruth Baumgarte"
Im Bild: Martin Ueckmann, Dr. Jürgen Büschenfeld, Ursula Pasch und Cornelia Christian
©Westfalen-Blatt, 15.06.2021

Wir freuen uns Ihnen heute mitteilen zu können, dass eine der neuen Bielefelder Stadtbahnen den Namen der Künstlerin Ruth Baumgarte tragen wird. Die Bahn "Ruth Baumgarte", mit der Nummer 5020, wird bereits im Fahrgastverkehr eingesetzt. Bis Ende 2022 werden 21 hochmoderne Vamos-Stadtbahnen in Betrieb genommen, als deren weitere Namenspaten unter anderem Lina und August Oetker, Hermann Delius und Friedrich von Bodelschwingh von der Experten-Jury ausgewählt wurden.

"Als Künstlerin und Gründerin der Samuelis Baumgarte Galerie leistete sie einen nachhaltigen Beitrag zur Bielefelder Kunst- und Kulturszene. Diesen möchten wir durch die Bennenung der Vamos-Bahn würdigen."

Cornelia Christian, moBiel, 2021

"Damit wollen wir uns zum einen vor den Lebensleistungen der verdienten und hochgeschätzten Bürger verneigen und zum anderen einen Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt leisten."

Kai-Uwe Steinbrecher, moBiel, 2021

Die Kunststiftung Ruth Baumgarte bedankt sich herzlich bei moBiel für das Engagement und ihren Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt Bielefeld.

NEUER TERMIN IN 2022 - Werde, die du bist! Ruth Baumgarte - Lebenskunst

Mit großer Freude können wir Ihnen mitteilen, dass die Stadt Dortmund sich dazu entschieden hat, die große Retrospektive vom 06. März bis 06. Juni 2022 erneut im MKK Dortmund zu zeigen.

Werde, die du bist! Ruth Baumgarte - Lebenskunst

Heute hätten wir die Eröffnung gefeiert „Werde, die du bist!“ Ruth Baumgarte – Lebenskunst

Eröffnung 15. November 2020, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund


15. November 2020, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund

Im Zuge der Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie wird die Ausstellung erst geöffnet, sobald es den Museen in Nordrhein-Westfalen wieder möglich ist, Besucher zu empfangen.

Selbstverständlich informieren wir Sie, wann die Ausstellungsräume wieder geöffnet sein werden.

In vier thematischen Kapiteln vereint die große Retrospektive über 180 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle von Ruth Baumgarte (1923 – 2013) sowie historische Dokumente. Die Ausstellung wurde von dem renommierten Kunsthistoriker Dr. Eckhart Gillen kuratiert und stellt dabei die vielschichtigen gesellschaftlichen Thematiken im Werk mit einem starkem Bezug zur Gegenwart vor. Wichtige und viel diskutierte Aspekte des 20. Jahrhunderts erhalten dabei einen neuen, spannenden und breiten künstlerischen Diskurs in Dortmund.

Ruth Baumgartes Arbeiten wurden seit 1947 in nationalen und internationalen Galerien und Institutionen gezeigt, zuletzt im Ludwig Museum Koblenz (2017/18), im State Russian Museum, St. Petersburg (2018) und im Städtischen Museum Braunschweig (2019).

Zur Ausstellung erscheint eine 264-seitige, reich bebilderte Publikation in Deutsch und Englisch mit einem einführenden Essay des Kurators der Ausstellung Dr. Eckhart Gillen im Hirmer Verlag.

 Erleben Sie die Ausstellung auch online

Gedenkstele für Ruth Baumgarte in Berlin-Karlshorst

Ehrung der Künstlerin Ruth Baumgarte in Berlin-Karlshorst

Einweihung der Gedenkstele für Ruth Baumgarte in Berlin-Karlshorst durch die
Fachbereichsleitung Kunst und Kultur, Bezirksamt Lichtenberg im Stadthaus, Dr. Catrin Gocksch, Stiftungsvorsitzenden Alexander Baumgarte und Bezirksbürgermeister Michael Grunst am 30. Oktober 2020.

Herzliche Einladung zur Enthüllung der Gedenkstele

Freitag, 30. Oktober 2020, um 14:30 Uhr

Am Eingang des Rheinsteinparks

Zugang in Höhe Rheingoldstraße 32

10318 Berlin-Karlshorst

Die Künstlerin Ruth Baumgarte (1923-2013) wird in Berlin-Karlshorst für ihre systemkritische künstlerische Verarbeitung der rassisch, religiös und politisch motivierten Verbrechen während des Nationalsozialismus mit einer Gedenkstele geehrt. Diese wird an dem Ort errichtet, an dem Ruth Baumgarte zusammen mit ihrer Mutter während ihrer Ausbildungs- und Studienzeit an der Hochschule für bildende Künste von 1939 bis 1945 bis zum Einmarsch der Sowjettruppen und der letzten Kämpfe in der Rheingoldstraße 32 in Berlin-Karlshorst lebte. Auch innerhalb ihrer Verwandten und Freunde erlebte Ruth Baumgarte die politische und rassische Verfolgung und die daraus resultierenden Repressalien. Ihre Wahrnehmung wurde so auch für die in Berlin-Karlshorst ansässigen Sinti und Roma Familien geschärft, die sie entgegen der politischen Direktiven auch in ihren Werken auf der Flucht vor dem Genozid ins Bild setzte.

Im Beisein des Bezirksbürgermeisters Michael Grunst und Vorsitzenden der Kunststiftung Ruth Baumgarte, Alexander Baumgarte, findet die offizielle Enthüllung der Gedenkstele durch Manfred Becker von der Gedenktafelkommission und Dr. Catrin Gocksch, Leiterin des Fachbereiches Kunst und Kultur öffentlich statt.

Save the Date - Werde, die du bist! Ruth Baumgarte – Lebenskunst - 15. November 2020 – 21. Februar 2021

Die Eröffnung findet statt am Sonntag,
15. November 2020, 11:00 Uhr

Die Übersichtsschau Werde, die du bist! Ruth Baumgarte – Lebenskunst leitet in vier thematischen Kapiteln mit circa 150 Zeichnungen, Gemälden und historischen Dokumenten durch das Leben und Werk von Ruth Baumgarte. Sie wird als gegenständlich arbeitende Künstlerin vorgestellt und dabei ihr Bezug zur Gegenwart unterstrichen, etwa, wenn es um ihr Selbstverständnis als emanzipierte Frau geht oder um Besonderheiten ihres Schaffens: Dazu zählt ihre frühe Auseinandersetzung mit dem Konflikt zwischen Mensch und Umwelt oder ihr Afrika-Zyklus, der Themen wie Vertreibung, Migration und Flucht behandelte, bevor dazu ein kunsthistorischer Diskurs in der westlichen Welt einsetzte. Zur Ausstellung erscheint eine ca. 200-seitige, reich bebilderte Publikation in Deutsch und Englisch mit einem einführenden Essay des Kurators der Ausstellung Dr. Eckhart Gillen im Hirmer Verlag.

Presseinformation

Preisträger des 6. Kunstpreises: Michael Armitage

©Fotografie Michael Armitage und Alexander Baumgarte, Hannover 2020, Kunststiftung Ruth Baumgarte

„Mit Michael Armitage zeichnet die Jury einen Künstler aus, der in seinen farbenfrohen, großformatigen Ölgemälden Elemente der westlich-europäischen Kunstgeschichte mit der künstlerischen Tradition Afrikas verbindet und dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt. […] Innerhalb kurzer Zeit ist Michael Armitage zu einer der aufregendsten künstlerischen Stimmen der Gegenwart avanciert“, begründete Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museum Hannover und Mitglied der Preisjury die Entscheidung des Stiftungsbeirates.

Noch auf der Biennale in Venedig 2019 vertreten, fand im Frühling diesen Jahres die erste Ausstellung von Michael Armitage in Afrika in der Norval Foundation in Kapstadt statt. Die Verbindung zwischen Europa und Afrika gelingt dem Künstler erneut durch die kommende große Einzelausstellung seines Werkes im Haus der Kunst in München ab September 2020. Michael Armitage studierte an der Slade School of Art und den Royal Academy Schools in London, die er 2010 als 26-Jähriger abschloss. Das Pendeln zwischen London und Nairobi prägt gleichzeitig den innovativen malerischen Stil von Michael Armitage, der europäische Maltradition mit spezifisch ostafrikanischen kulturellen Themen verbindet. Politische und ökonomische Kritik werden durch Bilder und Meldungen aus Zeitungen, Internet oder Fernsehen erfahrbar und pointiert zugespitzt. Bei aller Aktualität entstehen dabei zeitlos-mythische Sinnbilder menschlicher Existenz im Spannungsfeld von Liebe und Gewalt, von Traum und Wirklichkeit, von Leben und Tod.

Informations-Karte zur Kunstpreisverleihung

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