Ruth Baumgarte und Afrika

Direktorin des Ludwig Museums Koblenz und ICOM Deutschland Präsidentin, Prof. Dr. Beate Reifenscheid

Vortrag von Prof. Dr. Beate Reifenscheid, Direktorin des Ludwig Museum Koblenz

Donnerstag 07. April 2022, 18 Uhr, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund

Als eine der wenigen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts hat die Malerin, Grafikerin und Illustratorin Ruth Baumgarte den afrikanischen Kontinent über mehrere Jahrzehnte bereist. Jenseits des Mainstreams und ohne offizielle Aufträge galt ihr Interesse zwischen den 1980er Jahren und bis Anfang der 2000er Jahre vor allem den Menschen und der einzigartigen Natur. Sie setzt sich dabei zunehmend mit Apartheit und kolonialen Relikten auseinander, die selbst in ihren farbintensiven Werken durchscheinen. Ruth Baumgarte erschuf eine einzigartige Bildsprache, die mehrdimensional und symbolistisch aufgeladen ist. Der Vortrag zeichnet wesentliche Stadien dieses Bild-Zyklus nach und verortet das künstlerische Werk.

Eintritt frei und ohne Anmeldung

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Die Stiftung sucht Werke von Ruth Baumgarte - Aufruf zur Mithilfe

Ankündigung - Ruth Baumgarte in der Albertina - Wien, 2. Dezember 2022 bis zum 5. März 2023

Die letzte Ausstellung des Jahres widmet das international bekannte Museum ALBERTINA in Wien der deutschen Malerin Ruth Baumgarte.

Im Mittelpunkt der Schau stehen Baumgartes umfassendes Afrika-Werk, der sozialkritische Industrie-Zyklus und die Porträtbilder. Einen Schwerpunkt bilden außerdem die zahlreichen Darstellungen von selbstbewussten, starken Frauen. In die monografische Präsentation der Künstlerin werden schlaglichtartig auch Werke von zeitgenössischen Kunstschaffenden eingeflochten, um die Aktualität ihres Oeuvres zwischen Damals und Heute, Nähe und Distanz zu betonen.

Ab den 1950er-Jahren bis ins hohe Alter hinein reist die Künstlerin über vierzig Mal nach Afrika. Aufmerksam beobachtet sie die Menschen und interessiert sich für die fremden Kulturen dieses für europäische Künstler und Künstlerinnen unerschlossenen Kontinents.

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Baldige Eröffnung - Neue Ausstellung - Werde, die du bist! Ruth Baumgarte - Lebenskunst

Mit großer Freude können wir Ihnen mitteilen, dass die Stadt Dortmund sich dazu entschieden hat, die große Retrospektive vom 06. März bis 06. Juni 2022 erneut im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund zu zeigen.

Eröffnung am Sonntag, 06. März 2022

Mit Anmeldung, begrenzte Plätze, 11 Uhr (info.mkk@remove-this.stadtdo.de +49 231 5026028)

Ohne Anmeldung, 13 Uhr

Mit individuellen Kuratorenführungen durch Experten der Kunststiftung Ruth Baumgarte.

Einladungskarte

Flyer zur Ausstellung

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Es gilt die 2G-Regel

Leiterin des Kirchner Museum Davos wird neues Beiratsmitglied der Kunststiftung Ruth Baumgarte

Kirchner Museum Davos / Foto: Luzia Schär

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass der Vorstand der Kunststiftung die neue Direktorin des Kirchner Museums in Davos, Katharina Beisiegel, ab sofort in den Beirat der Kunststiftung Ruth Baumgarte berufen hat.

Katharina Beisiegel ist studierte Kunst- und Literaturwissenschaftlerin und war als Deputy Director am Art Centre Basel für diverse internationale Projekte, darunter Ausstellungen zu Claude Monet, Pablo Picasso und Ernst Ludwig Kirchner, verantwortlich.

Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den Anfängen der Moderne. Seit 2018 arbeitet sie auch als freie Kuratorin, wobei sie überwiegend zu Ernst Ludwig Kircher publiziert und Ausstellungen zu seinem Werk kuratiert hat.

Über Ruth Baumgarte sagt sie: „Was mich am meisten interessiert, ist, dass es sich um ein deutsches Frauen- und Künstlerinnenleben handelt, das wir in dieser Form bisher einem breiteren Publikum noch nicht zeigen konnten und damit eine große Lücke im deutschen Kunstdiskurs schließen. Im Werk von Ruth Baumgarte spiegelt sich nicht nur ihr künstlerisches Empfinden, sondern auch das Auf und Ab der deutschen Geschichte seit den 1940er Jahren.“

William Kentridge erhält den 7. Kunstpreis Ruth Baumgarte

Um eine Anmeldung wird gebeten bis zum 14. Oktober 2021
Es gilt die 2G-Regel gemäß der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung

William Kentridge erhält den 7. Kunstpreis Ruth Baumgarte

William Kentridge in Melbourne (2012) © Peter Campbell

Anlässlich des 98. Geburtstages von Ruth Baumgarte, freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Auszeichnung des 7. Kunstpreises Ruth Baumgarte dieses Jahr an den international einflussreichen und weltweit hochgeschätzten Künstler William Kentridge (geboren 1955) vergeben wird; der in Johannesburg, Südafrika, lebt und arbeitet. Er folgt dem Maler Michael Armitage (Nairobi/London). Mit 20.000 EUR zählt der Kunstpreis Ruth Baumgarte zu den hochdotiertesten Ehrungen für Künstler in Deutschland. Die vorherigen Preise gingen an Nan Goldin, Mona Hatoum, Amelie von Wulffen, Kader Attia und Judith Hopf.

„Soziale und politische Fragen sind das große Thema auch der bildenden Kunst der Gegenwart. Nur wenigen Künstlerinnen und Künstlern jedoch gelingt deren künstlerische Bewältigung und Umsetzung in bedeutende Bilder und Bildwelten von hoher Wirkmächtigkeit. Hierzu gehört William Kentridge, dessen Werk uns seit der documenta 13 fasziniert. Die „rasende Zeichnung“ ist Beginn und Grundlage seiner künstlerischen Methode, die uns sogleich an Ernst Ludwig Kirchner erinnerte, mit dessen Werk wir uns ein Leben lang beschäftigt haben. Die Ergebnisse sind von durchaus gleichwertiger Intensität.“, begründen die Mitglieder der Preisjury Ingeborg Henze-Ketterer und Dr. Wolfgang Henze (Galerie Henze & Ketterer, Bern und Nachlassverwaltung Ernst Ludwig Kirchner) die Entscheidung des Stiftungsbeirates aus ihrer Sicht.

William Kentridge zählt zu den angesehensten Künstlern der Gegenwart, der als Zeichner, Schöpfer von Animationsfilmen, Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner sowie als Autor für Film und Bühne arbeitet. Er studierte 1976-78 an der Art Foundation in Johannesburg und in den 1980er Jahren an der Theaterschule École Jacques Lecoq in Paris. In seinen seit den 1980er Jahren entstandenen Stop-Motion Animationsfilmen, reflektiert er die Geschichte und die sozialen Umstände Südafrikas. Seine zeichnerischen Erzählungen verbinden seine eigene Autobiografie mit fiktiven Figuren. Ab den 1990er Jahren widmete sich Kentridge verstärkt Theater- und Opernprojekten, für die er Bühnenbilder, Kostüme und Animationen entwarf und auch Regie führte. Er stellte in den weltweit führenden Museen aus und ist in bedeutenden Sammlungen vertreten. Aktuell wird bis zum 1. August eine umfangreiche Werkschau in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert.

Der Termin für die feierliche Verleihung des Kunstpreises wird in Kürze mitgeteilt.

Bielefeld ehrt Ruth Baumgarte mit dem Namen einer Stadtbahn

Die Bahn "Ruth Baumgarte"
Im Bild: Martin Ueckmann, Dr. Jürgen Büschenfeld, Ursula Pasch und Cornelia Christian
©Westfalen-Blatt, 15.06.2021

Wir freuen uns Ihnen heute mitteilen zu können, dass eine der neuen Bielefelder Stadtbahnen den Namen der Künstlerin Ruth Baumgarte tragen wird. Die Bahn "Ruth Baumgarte", mit der Nummer 5020, wird bereits im Fahrgastverkehr eingesetzt. Bis Ende 2022 werden 21 hochmoderne Vamos-Stadtbahnen in Betrieb genommen, als deren weitere Namenspaten unter anderem Lina und August Oetker, Hermann Delius und Friedrich von Bodelschwingh von der Experten-Jury ausgewählt wurden.

"Als Künstlerin und Gründerin der Samuelis Baumgarte Galerie leistete sie einen nachhaltigen Beitrag zur Bielefelder Kunst- und Kulturszene. Diesen möchten wir durch die Bennenung der Vamos-Bahn würdigen."

Cornelia Christian, moBiel, 2021

"Damit wollen wir uns zum einen vor den Lebensleistungen der verdienten und hochgeschätzten Bürger verneigen und zum anderen einen Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt leisten."

Kai-Uwe Steinbrecher, moBiel, 2021

Die Kunststiftung Ruth Baumgarte bedankt sich herzlich bei moBiel für das Engagement und ihren Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt Bielefeld.

Heute hätten wir die Eröffnung gefeiert „Werde, die du bist!“ Ruth Baumgarte – Lebenskunst

Eröffnung 15. November 2020, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund


15. November 2020, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund

Im Zuge der Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie wird die Ausstellung erst geöffnet, sobald es den Museen in Nordrhein-Westfalen wieder möglich ist, Besucher zu empfangen.

Selbstverständlich informieren wir Sie, wann die Ausstellungsräume wieder geöffnet sein werden.

In vier thematischen Kapiteln vereint die große Retrospektive über 180 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle von Ruth Baumgarte (1923 – 2013) sowie historische Dokumente. Die Ausstellung wurde von dem renommierten Kunsthistoriker Dr. Eckhart Gillen kuratiert und stellt dabei die vielschichtigen gesellschaftlichen Thematiken im Werk mit einem starkem Bezug zur Gegenwart vor. Wichtige und viel diskutierte Aspekte des 20. Jahrhunderts erhalten dabei einen neuen, spannenden und breiten künstlerischen Diskurs in Dortmund.

Ruth Baumgartes Arbeiten wurden seit 1947 in nationalen und internationalen Galerien und Institutionen gezeigt, zuletzt im Ludwig Museum Koblenz (2017/18), im State Russian Museum, St. Petersburg (2018) und im Städtischen Museum Braunschweig (2019).

Zur Ausstellung erscheint eine 264-seitige, reich bebilderte Publikation in Deutsch und Englisch mit einem einführenden Essay des Kurators der Ausstellung Dr. Eckhart Gillen im Hirmer Verlag.

 Erleben Sie die Ausstellung auch online

Gedenkstele für Ruth Baumgarte in Berlin-Karlshorst

Ehrung der Künstlerin Ruth Baumgarte in Berlin-Karlshorst

Einweihung der Gedenkstele für Ruth Baumgarte in Berlin-Karlshorst durch die
Fachbereichsleitung Kunst und Kultur, Bezirksamt Lichtenberg im Stadthaus, Dr. Catrin Gocksch, Stiftungsvorsitzenden Alexander Baumgarte und Bezirksbürgermeister Michael Grunst am 30. Oktober 2020.

Herzliche Einladung zur Enthüllung der Gedenkstele

Freitag, 30. Oktober 2020, um 14:30 Uhr

Am Eingang des Rheinsteinparks

Zugang in Höhe Rheingoldstraße 32

10318 Berlin-Karlshorst

Die Künstlerin Ruth Baumgarte (1923-2013) wird in Berlin-Karlshorst für ihre systemkritische künstlerische Verarbeitung der rassisch, religiös und politisch motivierten Verbrechen während des Nationalsozialismus mit einer Gedenkstele geehrt. Diese wird an dem Ort errichtet, an dem Ruth Baumgarte zusammen mit ihrer Mutter während ihrer Ausbildungs- und Studienzeit an der Hochschule für bildende Künste von 1939 bis 1945 bis zum Einmarsch der Sowjettruppen und der letzten Kämpfe in der Rheingoldstraße 32 in Berlin-Karlshorst lebte. Auch innerhalb ihrer Verwandten und Freunde erlebte Ruth Baumgarte die politische und rassische Verfolgung und die daraus resultierenden Repressalien. Ihre Wahrnehmung wurde so auch für die in Berlin-Karlshorst ansässigen Sinti und Roma Familien geschärft, die sie entgegen der politischen Direktiven auch in ihren Werken auf der Flucht vor dem Genozid ins Bild setzte.

Im Beisein des Bezirksbürgermeisters Michael Grunst und Vorsitzenden der Kunststiftung Ruth Baumgarte, Alexander Baumgarte, findet die offizielle Enthüllung der Gedenkstele durch Manfred Becker von der Gedenktafelkommission und Dr. Catrin Gocksch, Leiterin des Fachbereiches Kunst und Kultur öffentlich statt.