Filmische Effekte im Werk von Ruth Baumgarte | Cinematic Effects in the Work of Ruth Baumgarte 16 Vgl. Schnelle-Schneyder 1990 26 Vgl. Ralf Michael Fischer, (wie Anm. 7), S. 78f. 17 Mündliche Äußerung von Rolf Giesen vom 08.09.2021. 18 Vgl. Ira Konigsberg, The Complete Film Dictionary, 2., erw. Auflage, New York 1997, S. 122. 19 Vgl. David Bordwell, Figures Traced in Light. On Cinematic Staging, Berkeley/Los Angeles/London 2005, v. a. S. 1–42, zu filmischen Inszenierungsstrategien. Die Verwandtschaft zwischen Film und Theater ist auch daran ersichtlich, dass Vergleiche dieser Medien ein Topos der klassischen Filmtheorie sind. 20 Vgl. Jens Thiele u. a., Das Bilderbuch. Ästhetik – Theorie – Analyse – Didaktik – Rezeption, 2., erw. Auflage, Bremen/ Oldenburg 2003, S. 59f. 21 Vgl. Karl Clausberg, Die Wiener Genesis. Eine kunstwissenschaft- liche Bilderbuchgeschichte, Frankfurt/Main 1984, zu den quasi-filmischen Illustrationen der Wiener Genesis aus dem 6. Jahrhundert. 22 Vgl. Schnelle-Schneyder 1990 (wie Anm. 7), S. 112–142. 23 Vgl. Aaron Scharf, Art and Photography, New York 1986 (Reprint der Originalausgabe London 1968), S. 255–268. 24 Freie Presse, 01.01.1950, S. 14. 25 Vgl. David Bordwell, Poetics of Cinema, New York/London 2008, S. 57–82, zum Schuss- Gegenschuss-Verfahren, das erst in den 1910er-Jahren aufkam und keineswegs »natürlich« der menschlichen Wahrnehmung entspricht, wie häufig behauptet wird. Raum und Zeit im filmischen Œuvre von Stanley Kubrick, Diss. Marburg 2006, Berlin 2009, S. 32–52, zum filmischen Raum generell und in seiner dominanten Ausprägung im Hollywood-Kino. Natürlich existieren auch zahlreiche Film- beispiele, primär jenseits des Mainstream-Kinos, in denen mit irritierenden und sogar »falschen« Blickanschlüssen und Schuss-Gegenschuss- Folgen gespielt wird. Vgl. Ralf Michael Fischer, »Diskontinuier- liche Bild- und Filmräume im Dialog. Joel Pizzinis Kurzfilm Enigma de Um Dia und Giorgio de Chiricos Pittura Metafisica«, in: Film als Raumkunst. Historische Perspektiven und aktuelle Methoden, hg. von Henning Engelke, Ralf Michael Fischer und Regine Prange, Marburg 2012, S. 266–293. 27 Vgl. Ruth Baumgarte und das Wirtschaftswunder. Farbrausch am Kessel, hg. von Michael Dückershoff, Ausst.-Kat. Hoesch-Museum Dortmund, Köln 2018. 28 Vgl. John Belton, Widescreen Cinema, Cambridge, Massachusetts/London 1992, eines der Standardwerke zum Breitwandfilm. 29 Vgl. dazu die Ausführungen über das Werk auf der Website, https://ruth-baumgarte.com/ oeuvre/fabrikwelten-1954-1967/ der-morgen-gang-zur-arbeit- 1958/ (20.11.2021). 30 Vgl. Fischer 2009 (wie Anm. 26), S. 47, zum Begriff »match on action«. 31 Eine Vertrautheit Baumgartes mit Storyboards, also mit Vor- zeichnungen im Hinblick auf filmische Wirkungen, ist leider nicht verifizierbar. Vgl. Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg, hg. von Katharina Henkel, Kristina Jaspers und Peter Mänz, Ausst.-Kat. Kunsthalle Emden/ Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin, Bielefeld/Berlin 2012, zur Geschichte, Funktion und Ästhetik von Storyboards. 32 Vgl. Barbara Flückiger, »Spiel- formen der Figur/Grund- Interaktion im Farbfilm. Eine typologische Bestimmung«, in: montage AV 29, H. 2, 2020, S. 81–114. 33 Vgl. Gerhard Charles Rump, »Mit der Zeit, über der Zeit. Ruth Baumgarte und die Entwicklung der Westkunst«, in: Ruth Baumgarte 1923–2013. Hommage zum 90. Geburtstag. Wichtige Werke aus sieben Jahrzehnten, hg. von der Ruth Baumgarte Kunststiftung, Ausst.-Kat. Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld, Bielefeld 2013, S. 5–15, hier S. 13f., der lediglich bei den Afrika-Bildern All-Over-Tendenzen feststellt. Das All-Over darf man nicht als absolute Gleichverteilung aller Bildelemente über das Bildfeld missverstehen, denn diesem Kriterium genügen nicht einmal die radikalsten Pollock-Bilder; vgl. grundlegend William Rubin, »Jackson Pollock and the Modern Tradition« (Originalausgabe 1967), in: Jackson Pollock. Interviews, Articles, and Reviews, hg. von Pepe Karmel, New York 1999, S. 118–175, hier S. 128–133. 34 Mündliche Auskunft von Alexander Baumgarte vom 24.08.2021. 35 Vgl. Ernst H. Gombrich, »Moment and Movement in Art«, in: Ders., The Image & the Eye. Further Studies in the Psychology of Pictorial Representation, London 1994 (Reprint der Originalausgabe London 1982), S. 40–62. 36 Man kann derartige Szenen- verdichtungen bei Ruth Baumgarte auch mit der Ästhetik von Filmplakaten assoziieren, die nicht selten auf einem ähnlichen Prinzip basieren. Allerdings haben Filmplakate eine andere Funktion, denn sie dienen als zentrale Werbemittel, um die Hauptfiguren und Stars eines Films zu präsentieren und auf dessen Handlung neugierig zu machen. 37 Vgl. Scharf 1986 (wie Anm. 23), S. 165–209. Vgl. ferner Wolf- gang Kemp, Foto-Essays zur Geschichte und Theorie der Foto- grafie, erw. Ausgabe, München 2006, S. 49–98, zur Problema- tisierung der Perspektive in Kunst und Fotografie. Siehe zudem die jüngste Publikation zur Entwicklung des Kinos im Kontext der Künste und der visuellen Kulturen des 19. Jahr- hunderts: Enfin le cinéma! Arts, images et spectacles en France (1833–1907), hg. von Dominique Paini, Paul Perrin und Marie Robert, Ausst.-Kat. Musée d’Orsay, Paris, Paris 2021. 38 Ein Fundstück, das entfernt in diese Richtung weist, ist das offizielle Video zu F. R. Davids Song Words von 1982; vgl. https://www.youtube.com/ watch?v=PTsSk0r_Tq8 (20.11.2021). 39 Thomas Koebner, »Koexistenz durch Sukzession. Zur bipolaren Bauform von Filmbildern«, in: Bildtheorie und Film, hg. von Thomas Koebner/Thomas Meder, München 2006, S. 62–73, hier S. 62, 69. 40 Vgl. ebd., S. 62–64. 41 Laut mündlicher Auskunft von Alexander Baumgarte vom 24.08.2021 hat seine Mutter nicht selbst fotografiert. 132