Mona Hatoum 2017 © Nash Baker

Preisträgerin Mona Hatoum

 

Mona Hatoum, 1952 als Kind palästinensischer Eltern in Beirut geboren, studierte Kunst an der Londoner Byam Shaw School of Art und anschließend an der Slade School of Fine Art. Dem Studium folgten Lehrtätigkeiten in Maastricht, Paris und London. Heute lebt und arbeitet sie in London und Berlin.

Hatoums Kunst verortet den Menschen im globalen Geschehen und untersucht physische und psychische Auswirkungen gesellschaftlicher und politischer Strukturen auf den Einzelnen. So beschäftigt sich die Künstlerin insbesondere mit den Themen Heimat und Entwurzelung und ist in ihren Aussagen oft zwischen Extremen unterwegs. Die Erzeugung gegenläufiger Gefühle wie Anziehung und Ekel, Furcht und Faszination beim Anblick ihrer Arbeiten zieht sich durch ihr gesamtes Werk – von den frühen Performances bis hin zu aktuellen Installationen und Skulpturen. Dabei bleibt Hatoums Kunst stets poetisch und minimalistisch. Der politische Aspekt wird oft erst auf den zweiten Blick sichtbar, die Aussage ist dafür aber umso nachhaltiger.

Unter internationaler Beachtung stellte Mona Hatoum ihre Arbeiten in großen Institutionen wie der Tate Modern London, dem Centre Pompidou Paris oder auf der Venedig Biennale aus. Aktuell präsentiert sie eine große Schau in der Pulitzer Arts Foundation St. Louis. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Sammlungen vertreten.