Preisträger des 6. Kunstpreises: Michael Armitage

„Mit Michael Armitage zeichnet die Jury einen Künstler aus, der in seinen farbenfrohen, großformatigen Ölgemälden Elemente der westlich-europäischen Kunstgeschichte mit der künstlerischen Tradition Afrikas verbindet und dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt. […] Innerhalb kurzer Zeit ist Michael Armitage zu einer der aufregendsten künstlerischen Stimmen der Gegenwart avanciert“, begründete Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museum Hannover und Mitglied der Preisjury die Entscheidung des Stiftungsbeirates.
Noch auf der Biennale in Venedig 2019 vertreten, fand im Frühling diesen Jahres die erste Ausstellung von Michael Armitage in Afrika in der Norval Foundation in Kapstadt statt. Die Verbindung zwischen Europa und Afrika gelingt dem Künstler erneut durch die kommende große Einzelausstellung seines Werkes im Haus der Kunst in München ab September 2020. Michael Armitage studierte an der Slade School of Art und den Royal Academy Schools in London, die er 2010 als 26-Jähriger abschloss. Das Pendeln zwischen London und Nairobi prägt gleichzeitig den innovativen malerischen Stil von Michael Armitage, der europäische Maltradition mit spezifisch ostafrikanischen kulturellen Themen verbindet. Politische und ökonomische Kritik werden durch Bilder und Meldungen aus Zeitungen, Internet oder Fernsehen erfahrbar und pointiert zugespitzt. Bei aller Aktualität entstehen dabei zeitlos-mythische Sinnbilder menschlicher Existenz im Spannungsfeld von Liebe und Gewalt, von Traum und Wirklichkeit, von Leben und Tod.